Hotel Königshof
Referenznummer: 31912
Kategorie: Unternehmen / Hotels in unserer Nähe > Hotel Königshof bei brakensiek.de
Hotel Königshof garni
Königswall 4-6
44137 Dortmund
Tel: 0231 57041
Fax: 0231 57040
City Hotel mit 45 Zimmern, Einzel-, Doppel. Jedes Zimmer hat SAT-TV, Pay-TV, WC und Dusche oder Badewanne, Minibar, Telefon und Haartrockner
Bahnhof 0,2 km
Flughafen Dortmund 8 km
Messe Dortmund 3 km
Zentrum City Center 0 km
Autobahn To Düsseldorf 3 km
Routenplanung
Stadtkarten
Hotel Königshof Webseite
Nachfolgender
Artikel erschien am 9. Juli 2006 in der Welt am Sonntag
Essen für das Gehirn
Klüger essen
Die Spitzenköche um den Hotelier Thomas Althoff haben sich etwas Besonderes ausgedacht: Essen für das Gehirn
Wir haben es ja kapiert! Werbung, Ärzte, junge Mütter, Fitness-Trainer, aus jeder Richtung wird dem modernen Menschen zugerufen: "Iß gesund! Tu etwas für deinen Körper!" "Ja, ja", hat der Mensch dann geantwortet. "Morgen fange ich an."
Was uns aber niemand gesagt hat: Gut ausgewähltes Essen kann nicht nur gesund, sondern auch klug machen kann. Oder zumindest extrem leistungsfähig. Da mußten sich erst ein Hotelbesitzer und seine Sterneköche ein Konzept überlegen, das unsere Körper in Zukunft vor den Formtiefs nach Frühstück und Mittagessen bewahren soll.
"Wir haben in drei unserer Restaurants sieben Michelin-Sterne, aus diesem kulinarischen Wissen und Können muß man doch was machen", sagt Thomas Althoff, dem eine kleine, aber feine Sammlung edler Hotels in Deutschland und Frankreich gehört. Das Ergebnis trägt den Namen "Brainfood" und wurde von Marcus Graun, einem von Althoffs Küchenchefs, in Zusammenarbeit mit dem Institut für Diätologie "S-Lust" in Köln entwickelt. Dabei herausgekommen ist eine Kombination aus altbewährten Eßregeln und ernährungswissenschaftlichen Erkenntnissen, die sowohl die Wirkweisen der Lebensmittel berücksichtigen wie auch die Biokurve des Menschen.
Daß gerade ein Hotelbetreiber auf diese Idee kam, hat seine Gründe. In den Althoff-Hotels finden häufig Tagungen statt, deren Teilnehmer darunter litten, daß sie das Falsche aßen und anschließend zuviel Kaffee tranken. So etwas macht unkonzentriert und ineffektiv. Aber nun können die Firmen in drei Althoff-Hotels ("Schloßhotel Lerbach" und "Grandhotel Bensberg" in Bergisch Gladbach und "Fürstenhof" in Celle) ihren Mitarbeitern "intelligentes Essen" servieren lassen.
Nur was genau soll das sein? Zum Frühstück können die Tagungsteilnehmer unter anderem zwischen Roggenbrot, Kräuterrührei, Roastbeef, erwärmtem Obst oder Erdbeeren wählen. Klingt lecker, und verboten ist eigentlich auch nichts. Erstaunlicherweise fehlt aber das erwartete Müsli. Denn das gibt zwar schnelle Energie, "aber die Leistungskurve fällt auch genauso schnell wieder ab", sagt Antje Heckner von "S-Lust". Überhaupt sind alle Dinge tabu, die nur kurzfristig anregen. Das Ziel ist schließlich, möglichst den ganzen Tag hochkonzentriert zu sein.
Kaffee oder schwarzen Tee gibt es daher nur zum Frühstück. Bis zum Nachmittag müssen dann Wasser und Fruchtsäfte reichen. Aber es gibt ja Ersatz. Statt der ersten Kaffeepause bekommen die Tagungsteilnehmer ein "Gehirnjogging". Das sind kleine Häppchen wie Rinder- oder Thunfisch-Tartar (Eiweiß, gut fürs Gehirn), etwas Lachs (wegen der Omega-3-Fettsäuren) und einen Fitness-Drink aus Buttermilch, Gurke, Minze, Molke, Apfel und Sellerie. In einem Reagenzglas findet sich etwas Magnesiumpulver, das entweder in Wasser aufgelöst wird (schmeckt scheußlich) oder in Saft (schmeckt besser). Magnesium ist nämlich der Mineralstoff, der bei Stress und psychischer oder körperlicher Belastung am schnellsten vom Körper verbraucht wird.
Anders als die üblichen Muntermacher soll Brainfood da wirken, wo es wirken muß, nämlich im Gehirn. "Das Gehirn macht zwar nur zwei Prozent des Körpergewichts aus, verbraucht aber ein Fünftel der gesamten Energie", sagt Heckner, "und wenn man es entsprechend füttert, kann es bis zu 60 Prozent verbrauchen und um so mehr leisten." Eine solche Luxusfütterung kann schwerlich Mittagessen heißen. Sein neuer, etwas überkandidelter Name ist denn auch "Regeneration und Neubelebung".
Klüger essen (2)
Aber es funktioniert tatsächlich. Wir Probanden fühlen uns anschließend, als hätten wir gerade zwei Tassen starken Kaffee getrunken. Ein wesentlicher Bestandteil von Brainfood sind Gewürze und Kräuter, weil sie die Durchblutung anregen, entgiften und für eine gute Eiweißverwertung sorgen. Einfache Kohlenhydrate wie Nudeln werden bei Brainfood durch Hülsenfrüchte und Gemüse ersetzt. Ein Glück also, daß auch Küchenchef Marcus Graun bei dem Projekt mitgewirkt hat. Schließlich ist nicht alles, was die Diätologen empfehlen, automatisch lecker.
Die "wokgebratenen Rinderfiletstreifen" zum Beispiel sind wahrscheinlich Graun zu verdanken. Danach gibt es "Seeteufel auf Pommery-Senf-Champagnerlinsen" und als Nachtisch eine "Terrine von Zitrusfrüchten". Eine halbe Stunde nach dem Mittagessen setzt eine erstaunliche Wirkung ein: Man fühlt sich, als hätte man ein Glas Champagner getrunken. "Wir haben das mal abends Mitarbeitern serviert", erzählt Thomas Althoff, "danach konnte keiner schlafen." Robert Lücke
Artikel erschienen am 9. Juli 2006 in der Welt am Sonntag
Essen für das Gehirn
Als Bild ist abgebildet ein Buttermilchdrink mit Gurke (leistungssteigernd) und Avocado (fördert die Hirndurchblutung)
Königswall 4-6
44137 Dortmund
Tel: 0231 57041
Fax: 0231 57040
City Hotel mit 45 Zimmern, Einzel-, Doppel. Jedes Zimmer hat SAT-TV, Pay-TV, WC und Dusche oder Badewanne, Minibar, Telefon und Haartrockner
Bahnhof 0,2 km
Flughafen Dortmund 8 km
Messe Dortmund 3 km
Zentrum City Center 0 km
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Artikel erschien am 9. Juli 2006 in der Welt am Sonntag
Essen für das Gehirn
Klüger essen
Die Spitzenköche um den Hotelier Thomas Althoff haben sich etwas Besonderes ausgedacht: Essen für das Gehirn
Wir haben es ja kapiert! Werbung, Ärzte, junge Mütter, Fitness-Trainer, aus jeder Richtung wird dem modernen Menschen zugerufen: "Iß gesund! Tu etwas für deinen Körper!" "Ja, ja", hat der Mensch dann geantwortet. "Morgen fange ich an."
Was uns aber niemand gesagt hat: Gut ausgewähltes Essen kann nicht nur gesund, sondern auch klug machen kann. Oder zumindest extrem leistungsfähig. Da mußten sich erst ein Hotelbesitzer und seine Sterneköche ein Konzept überlegen, das unsere Körper in Zukunft vor den Formtiefs nach Frühstück und Mittagessen bewahren soll.
"Wir haben in drei unserer Restaurants sieben Michelin-Sterne, aus diesem kulinarischen Wissen und Können muß man doch was machen", sagt Thomas Althoff, dem eine kleine, aber feine Sammlung edler Hotels in Deutschland und Frankreich gehört. Das Ergebnis trägt den Namen "Brainfood" und wurde von Marcus Graun, einem von Althoffs Küchenchefs, in Zusammenarbeit mit dem Institut für Diätologie "S-Lust" in Köln entwickelt. Dabei herausgekommen ist eine Kombination aus altbewährten Eßregeln und ernährungswissenschaftlichen Erkenntnissen, die sowohl die Wirkweisen der Lebensmittel berücksichtigen wie auch die Biokurve des Menschen.
Daß gerade ein Hotelbetreiber auf diese Idee kam, hat seine Gründe. In den Althoff-Hotels finden häufig Tagungen statt, deren Teilnehmer darunter litten, daß sie das Falsche aßen und anschließend zuviel Kaffee tranken. So etwas macht unkonzentriert und ineffektiv. Aber nun können die Firmen in drei Althoff-Hotels ("Schloßhotel Lerbach" und "Grandhotel Bensberg" in Bergisch Gladbach und "Fürstenhof" in Celle) ihren Mitarbeitern "intelligentes Essen" servieren lassen.
Nur was genau soll das sein? Zum Frühstück können die Tagungsteilnehmer unter anderem zwischen Roggenbrot, Kräuterrührei, Roastbeef, erwärmtem Obst oder Erdbeeren wählen. Klingt lecker, und verboten ist eigentlich auch nichts. Erstaunlicherweise fehlt aber das erwartete Müsli. Denn das gibt zwar schnelle Energie, "aber die Leistungskurve fällt auch genauso schnell wieder ab", sagt Antje Heckner von "S-Lust". Überhaupt sind alle Dinge tabu, die nur kurzfristig anregen. Das Ziel ist schließlich, möglichst den ganzen Tag hochkonzentriert zu sein.
Kaffee oder schwarzen Tee gibt es daher nur zum Frühstück. Bis zum Nachmittag müssen dann Wasser und Fruchtsäfte reichen. Aber es gibt ja Ersatz. Statt der ersten Kaffeepause bekommen die Tagungsteilnehmer ein "Gehirnjogging". Das sind kleine Häppchen wie Rinder- oder Thunfisch-Tartar (Eiweiß, gut fürs Gehirn), etwas Lachs (wegen der Omega-3-Fettsäuren) und einen Fitness-Drink aus Buttermilch, Gurke, Minze, Molke, Apfel und Sellerie. In einem Reagenzglas findet sich etwas Magnesiumpulver, das entweder in Wasser aufgelöst wird (schmeckt scheußlich) oder in Saft (schmeckt besser). Magnesium ist nämlich der Mineralstoff, der bei Stress und psychischer oder körperlicher Belastung am schnellsten vom Körper verbraucht wird.
Anders als die üblichen Muntermacher soll Brainfood da wirken, wo es wirken muß, nämlich im Gehirn. "Das Gehirn macht zwar nur zwei Prozent des Körpergewichts aus, verbraucht aber ein Fünftel der gesamten Energie", sagt Heckner, "und wenn man es entsprechend füttert, kann es bis zu 60 Prozent verbrauchen und um so mehr leisten." Eine solche Luxusfütterung kann schwerlich Mittagessen heißen. Sein neuer, etwas überkandidelter Name ist denn auch "Regeneration und Neubelebung".
Klüger essen (2)
Aber es funktioniert tatsächlich. Wir Probanden fühlen uns anschließend, als hätten wir gerade zwei Tassen starken Kaffee getrunken. Ein wesentlicher Bestandteil von Brainfood sind Gewürze und Kräuter, weil sie die Durchblutung anregen, entgiften und für eine gute Eiweißverwertung sorgen. Einfache Kohlenhydrate wie Nudeln werden bei Brainfood durch Hülsenfrüchte und Gemüse ersetzt. Ein Glück also, daß auch Küchenchef Marcus Graun bei dem Projekt mitgewirkt hat. Schließlich ist nicht alles, was die Diätologen empfehlen, automatisch lecker.
Die "wokgebratenen Rinderfiletstreifen" zum Beispiel sind wahrscheinlich Graun zu verdanken. Danach gibt es "Seeteufel auf Pommery-Senf-Champagnerlinsen" und als Nachtisch eine "Terrine von Zitrusfrüchten". Eine halbe Stunde nach dem Mittagessen setzt eine erstaunliche Wirkung ein: Man fühlt sich, als hätte man ein Glas Champagner getrunken. "Wir haben das mal abends Mitarbeitern serviert", erzählt Thomas Althoff, "danach konnte keiner schlafen." Robert Lücke
Artikel erschienen am 9. Juli 2006 in der Welt am Sonntag
Essen für das Gehirn
Als Bild ist abgebildet ein Buttermilchdrink mit Gurke (leistungssteigernd) und Avocado (fördert die Hirndurchblutung)
unternehmen
last update:
07.02.2012